| Astronomie |
Achtung: Animiertes Bild !
Der Stern von Bethlehem hat schon immer fasziniert. Auf alten Bildern wird er
üblicherweise als Schweifstern dargestellt und wurde dementsprechend als Komet
gedeutet.
Welche naturwissenschaftliche Grundlage der Stern von Bethlehem hat, kann aus
alten Aufzeichnungen nur unvollkommen erschlossen werden. Die römische
Geschichtsschreibung berichtet über die Volkszählung und den König Herodes.
Das läßt uns mit ziemlicher Sicherheit das wahre Jahr von Christi Geburt auf
das Jahr 6 oder 7 vor dem Beginn unserer Zeitrechnung datieren. Die mittelalterliche
Datierung war fehlerhaft.
Als Stern von Bethlehem kann nur ein auffälliges Phänomen in Betracht kommen. Das
könnte ein Komet gewesen sein, eine Supernova oder etwas anderes. Die bekannten
periodischen Kometen kommen aber nicht in Betracht. Lange Zeit galt der Komet
Halley als Kandidat, aber der erschien bereits im Jahr 12 vor unserer Zeitrechnung
und scheidet wohl aus. Besonders die Chinesen haben Aufzeichnungen über antike
Supernovae gemacht. Über den fraglichen Zeitraum gibt es aber keine und auch
die moderne Astronomie kann hier nicht helfen. Bleibt noch die dritte
Möglichkeit.
Wir können heute ohne Probleme die Bahnen der Planeten berechnen und auch im
Planetarium sichtbar machen. Für das Jahr 7 v.Chr. kann man dann eine
auffällige Erscheinung beobachten, die in obiger Grafik skizziert wurde. Die
beiden großen Kometen Saturn und Jupiter scheinen sich von der Erde gesehen
im Sternbild Fische zu begegnen. Diese Konjunktion konnte auch mit bloßem Auge
gut beobachtet werden und war für einige Monate sichtbar.